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KI und DSGVO: Was österreichische KMU wissen müssen

Hartmut Wernisch, WKK KI-Berater·

KI nutzen und trotzdem rechtskonform bleiben

Viele KMU zögern beim KI-Einsatz, weil die rechtliche Lage unklar wirkt. AI Act, DSGVO, Urheberrecht. Klingt kompliziert. Ist es aber weniger, als du denkst, wenn du ein paar Grundregeln kennst.

Was der AI Act für KMU bedeutet

Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft und wird schrittweise umgesetzt. Laut der KI-Studie 2025 sehen 37% der KMU rechtliche Unsicherheiten als Hindernis beim KI-Einsatz. Gleichzeitig haben 76% der Unternehmen noch kein KI-Governance-Framework (PwC, 2025). Die gute Nachricht: Standardmäßige KI-Nutzung (Texte schreiben, Zusammenfassungen erstellen, interne Recherche) fällt in die Kategorie “geringes Risiko” und ist ohne besondere Auflagen erlaubt.

Aufpassen musst du bei:

  • Automatisierten Entscheidungen über Personen (Bewerbungsauswahl, Kreditvergabe)
  • Biometrischer Erkennung (Gesichtserkennung am Arbeitsplatz)
  • KI-generierten Inhalten, die als menschlich ausgegeben werden (Kennzeichnungspflicht)

Für den typischen KMU-Alltag (E-Mails formulieren, Angebote erstellen, FAQ-Bots) gilt: erlaubt, solange du transparent bist.

DSGVO und KI: Die wichtigsten Regeln

Die DSGVO gilt unverändert, auch wenn du KI-Tools einsetzt. Das bedeutet konkret:

  • Keine personenbezogenen Daten in öffentliche KI-Tools eingeben. Kundennamen, Adressen oder Vertragsdaten gehören nicht in ChatGPT.
  • EU-gehostete Tools bevorzugen. Anbieter wie Mistral AI (Frankreich) oder Plattformen mit EU-Serverstandort sind datenschutzrechtlich sicherer.
  • Auftragsverarbeitung klären. Wenn ein KI-Tool Daten für dich verarbeitet, brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).
  • Mitarbeiter informieren. Wenn im Unternehmen KI-Tools genutzt werden, muss das Team wissen, welche Daten wo verarbeitet werden.

Praxistipps für den sicheren KI-Einsatz

  1. Interne Richtlinie erstellen: Welche Tools dürfen genutzt werden? Welche Daten dürfen eingegeben werden? Eine einfache Seite reicht.
  2. Anonymisieren: Bevor du Kundendaten in ein KI-Tool gibst, entferne Namen und identifizierende Merkmale.
  3. EU-Anbieter prüfen: ServasBot, Fonio und Mistral AI hosten in der EU. Bei US-Anbietern (OpenAI, Google) prüfe die Datenschutzeinstellungen.
  4. Custom GPTs statt öffentlicher Chats: Mit Custom GPTs oder eigenen Chatbots bleiben die Daten kontrollierbar.

Was das für deinen Betrieb heißt

KI-Nutzung ist in Österreich erlaubt und sinnvoll, wenn du die Grundregeln beachtest. Die meisten Sorgen sind unbegründet, solange du keine personenbezogenen Daten in öffentliche Tools eingibst und EU-gehostete Lösungen bevorzugst.

Im KI-Einführungsworkshop gehen wir den rechtlichen Rahmen in den ersten zwei Stunden komplett durch. Danach weißt du genau, was erlaubt ist, und baust direkt deine ersten KI-Lösungen auf sicherer Basis.

Fragen? Schreib mir direkt oder buch ein kostenloses Erstgespräch.

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